Ein Tal mit Geschichte

Geschichte
Zum ersten Mal erwähnt wurde der Ort bei den Aufzeichnungen des Heiligen Philipp von Zell. Dieser irische Mönch christianisierte um 700 n. Chr. die Region und gründete eine Kloster bei Zell (cellular). Im frühen Mittelalter gehörte Zell zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten Deutschlands.
Selbst Kaiser Karl der Große und seine Frau pilgerten nach Zell um Kindersegen zu erbitten.

Der heilige Philipp pflanzte in dieser Lage, die eine viertel Fußstunde von seinem Kloster entfernt lag, seinen Messweinberg. Damit die Mönche nicht jedes Mal zum Gebet zurücklaufen mussten, errichten sie auch dort ein Kreuz, was mit der Zeit schwarz verwitterte und der Lage seinen Namen gab. Durch die schriftliche Aufzeichnung zählen Zell/ der Schwarze Herrgott heute zu den ältesten urkundlich erwähnten Weinbauorten der Pfalz.

Weitere Infos unter www.zellerschwarzerherrgott.de

Die Lage Schwarzer Herrgott

Die Lage Zeller Schwarzen Herrgott umfasst nur 9,8 ha. Hier steht der Kalkstein besonders hoch an. Zwischendurch verwittern helle Kalkfelsen in den Terrassen, die Böden sind noch steiniger, die Hänge noch wärmer und geschützter. So kann kein Talnebel oder Spätfrost bis hier hinauf ziehen und kein Nordwind die Reben verkühlen. Am Schwarzen Herrgott knickt das Tal etwas nach Norden zurück und wird steiler. In diesen Terrassenlagen wurden schon vor hundert Jahren Spitzenweine erzeugt und die Lage Schwarzer Herrgott gehört zu den Besten der Pfalz.

Ausflugstipp: Rundwanderweg Zellertal

Rundweg Zellertal: Von Wachenheim über Mölsheim, Zell und Niefernheim zurück nach Wachenheim.
Diese knapp 7 Kilometer lange Runde startet und endet in Wachenheim.
Das Dorf Wachenheim (Rheinhessen) wurde im Lorscher Codex erstmals 765 urkundlich erwähnt. Die Herren von Wachenheim erbauten eine Burg, von der noch heute ein siebenstöckiger Wohnturm existiert. Es ist der größte seiner Art in Rheinhessen und befindet sich im Weingut Luell.
Ein traumhafter Platz für eine Pause unterwegs ist die Weinrast mit Weitblick in Mölsheim, wo an Sonn- und Feiertagen regionale Weine und Köstlichkeiten angeboten werden.

Das Ortsbild der Gemeinde Zell wird von den Türmen der zwei Kirchen geprägt. Das Ehrenmal – einige Hundert Meter vor den Toren Zells – ist als Wahrzeichen des Zellertals bekannt. Ein ganz besonderer Weinberg liegt genau zwischen Mölsheim und Zell, der „Schneggewingert“ hat die Form eines Schneckenhauses und ist ein Projekt verschiedener Winzer aus dem Zellertals. Nähere Infos dazu im Weingut Wick, Zell.

Die Tour lässt sich mit der westlich angrenzenden Runde Harxheim-Zell-Einselthum-Harxheim sowie mit der Runde Monsheim-Mölsheim-Wachenheim-Monsheim kombinieren.

weitere Infos unter: